BANGKOK - Das gepfändete Flugzeug des thailändischen Kronprinzen bleibt vorerst am Boden. Allen Bemühungen Thailands zum Trotz klebt weiter der Kuckuck des Gerichtsvollziehers daran. Thailands Außenminister reiste eigens nach Berlin, konnte aber im Außenamt nichts erreichen.

Der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn muss auf seine in München gepfändete Boeing 737 vorerst weiter verzichten. Ein Eilantrag seiner Anwälte auf Freigabe der Maschine scheiterte zunächst – das Landgericht Landshut traf am Freitag keine Entscheidung. Die Maschine bleibt somit versiegelt auf dem Münchner Flughafen.

Auch Thailands Außenminister Kasit Piromya, der wegen des Vorgangs eigens nach Berlin gereist war, erreichte bei einem Gespräch im Auswärtigen Amt mit Staatsministerin Cornelia Pieper nichts Greifbares. Zwar bedauerte Pieper im Namen der Bundesregierung „Unannehmlichkeiten“ für den Kronprinzen. Gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass die Regierung nicht helfen kann. „Der Fall liegt nun in den Händen der unabhängigen deutschen Justiz“, erklärte Pieper. Sie hoffe auch rasche Lösungen.