Garrel - Wie bereits angekündigt, hat Saterlands Bürgermeister Hubert Frye auf der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) der Soesteniederung am Dienstag im Garreler Rathaus den Vorsitz der Gruppe aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Für ihn wurde Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann zum Vorsitzenden gewählt. Als Beisitzer fungiert Friesoythes Bürgermeiste Sven Stratmann.

Die LAG erteilt vorrangig die Zustimmung zur Gewährung von Leader-Mitteln. In der Sitzung wurde über fünf Projekte abgestimmt, für vier davon gab es Zustimmung: Der Zweckverband Thülsfelder Talsperre möchte – wie berichtet – einen Erlebnispfad rund um die Talsperre errichten – mit einer 93 000-Euro- Förderung. Die Gemeinde Saterland plant den Bau eines Sanitär- und Wachdienstgebäudes am Hollener See. Beantragte Fördersumme: rund 62 000 Euro. Die Stiftung Kardinal von Galen Stapelfeld plant, rund um das Umweltzentrum in Stapelfeld einen Sukzessions- und Sinnesgarten anzulegen. Beantragte Fördermittel: rund 31 500 Euro. Dieses Projekt wurde zunächst zurückgestellt.

Zugestimmt haben die Mitglieder dem Förderantrag in Höhe von 24 000 Euro der St.-Andreas-Kirchengemeinde Cloppenburg: Sie möchte den Kirchhofplatz in barocker Form umgestalten. Der Landkreis Cloppenburg hatte rund 45 000 Euro für die Unterstützung der Demografiestudie beantragt. Auch hierfür gab es das Plazet der LAG. Die Demografiestudie ist ein Kooperationsprojekt mit den angrenzenden Leader-Regionen Hasetal und Fehngebiet.

Mit der Umsetzung der Projekte beschäftigt sich das Regionalmanagement mit Sitz im Kreishaus Cloppenburg. Ansprechpartnerin dort ist jetzt Petra Hinrichs

Leader ist ein Förderprogramm der EU, das darauf abzielt, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum zu verbessern. Der Region Soes-teniederung stehen im Zeitraum 2014 bis 2020 insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Bewilligung hat das Regionalmanagement am 14. Januar erhalten. Der Fördersatz für private Projekte beträgt 30 Prozent, für öffentliche Antragssteller 50 Prozent.

Die Fördersumme ist auf 100 000 Euro je Projekt begrenzt, zehn Prozent trägt der Antragssteller selbst. Besonderes Engagement von Bürgern werde gerne gesehen, so Petra Hinrichs.