Barßel - Knapp 377 000 Euro Fördermittel für zwei Wärmepumpenanlagen für den Neubau des Rats- und Bürgerhauses sind der Gemeinde Barßel zugesagt worden. Es sei angeklungen, die Bürgerinitiative „Transparente bürgernahe Politik in Barßel“ gefährde mit ihrem Bürgerbegehren zum Rathausneubau das Abrufen der Fördergelder, merkt Feli Großhans, Sprecherin der Bürgerinitiative, an. Denn die Gemeinde muss die Gelder bis zum 29. Januar 2022 abrufen und bis zum 29. Juli 2022 nachweisen, wie sie verwendet wurden.

„Wir behindern gar nichts“, betont Feli Großhans, Sprecherin der Bürgerinitiative. „Wir sind bemüht, die Unterschriften für das Bürgerbegehren so schnell wie möglich zusammenzubekommen.“ Spätestens Anfang April sollen diese bei der Gemeinde Barßel eingereicht werden. Dann sei es an der Gemeinde, den Bürgerentscheid so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen. Dieser könne noch vor dem Ablauf der Antragsfristen für die Fördergelder durchgeführt sein, so dass der Gemeinde Barßel kein Schaden entstehe.

So sei das Vorgehen auch mit Bürgermeister Nils Anhuth besprochen. „Wir wollen richtig Gas geben und auch wahlfern bleiben“, sagt Feli Großhaus mit Blick auf die Kommunalwahlen im September. „Das Bürgerbegehren soll ja keine Schikane sein, sondern pure Vernunft.“

Die Bürgerinitiative kritisiert, dass der geplante Rathausneubau nicht wie ursprünglich angesetzt 4,5 Millionen Euro, sondern fast neun Millionen Euro kosten soll. Die Frage, die bei einem möglichen Bürgerentscheid gestellt werden soll, lautet: „Soll die Gemeinde Barßel den beschlossenen Neubau eines Bürgerhauses mit Verwaltungstrakt unterlassen?“ Damit es zum Bürgerentscheid kommt, muss die BI aber zunächst 1050 Unterschriften einreichen.