BARßEL - Nach fast sieben Monaten endet für Pastor Paul Ehlker das seelsorgerische Wirken in der Pfarrgemeinde Sankt Ansgar Barßel. Er wird Barßel wieder verlassen. Der 41-jährige Geistliche, der aus Bocholt stammt, war nur übergangsweise „Ersatzpastor“ in Barßel, nachdem sein Vorgänger Wolfgang Pille sein Amt niedergelegt hatte (die NWZ berichtete).
Für die Gläubigen von Sankt Ansgar besteht am kommenden Sonntag, 20. September, auf dem Fest der Begegnung noch einmal die Möglichkeit, mit Pastor Ehlker ins Gespräch zu kommen und sich von ihm zu verabschieden. „Ich habe mich in Barßel sehr wohl gefühlt“, sagt der 1998 zum Priester geweihte Ehlker. Er sei sehr gut von der Bevölkerung aufgenommen worden und man habe ihm das „schwere Amt“ als Pastor für drei Kirchen mit zirka 6500 Seelen sehr leicht gemacht.
„Dabei stehe ich lieber in der zweiten Reihe, als als Chef an vorderster Front. Ich musste meine Zelte ja spontan als Vikar in Warendorf abbrechen und wusste nicht, was mich in Barßel erwartet. Erfahrungen als Chef hatte ich nicht“, sagt Ehlker im Rückblick. Er habe große Unterstützung von allen Gremien erhalten, auch von der Sekretärin Maria Morthorst, Provisor Hans Geesen, den Mitbrüdern und Diakonen oder vom Seelsorgerat.
Häufig sah man den Geistlichen unterwegs auf den Straßen und Plätzen in Barßel. Stets dabei sein Hund Pia. Bei vielen Hausbesuchen und in der Einzelseelsorge konnte er Menschen in der Pfarrgemeinde Sankt Ansgar und darüber hinaus, die in Not geraten waren, beistehen. In unzähligen Stunden des seelsorglichen Dienstes hat sich Pfarrer Paul Ehlker als Priester verdient gemacht, heißt es in der Gemeinde. Viele Gläubige würden seine sympathische Offenheit, mit der er auf die Menschen zugehen konnte, vermissen. „Es ist wohl an der Zeit zu gehen, sonst schlage ich hier in der Tat noch Wurzeln“, meinte der Geistliche von Sankt Ansgar. Viele Freundschaften und Beziehungen hätten sich ergeben. „Ich werde nach Barßel zurückkommen und zwar zum Hafenfest 2010. Denn in diesem Jahr konnte ich das Hafenfest nicht feiern,“ sagt Ehlker.
Seine nächste seelsorgliche Aufgabe übernimmt er in Kranenburg am Niederrhein. Bischof Dr. Genn hat Pfarrer Paul Ehlker zum Vicarius Cooperator mit dem Titel Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Kranenburg St. Peter und Paul, Kranenburg-Niel St. Bonifatius, Kranenburg-Wyler, St. Johannes Bapt. und Kranenburg-Zyfflich St. Martin ernannt.
Am Sonntag, 27. September, wird der „neue“ Pastor von Sankt Ansgar Barßel, Ludger Becker, feierlich in sein Amt eingeführt.
