Wildeshausen - Die UWG-Fraktion im Wildeshauser Rat beantragt, die Gebäude auf dem Gelände der Diakonischen Werke Himmelsthür unter Denkmalschutz zu stellen. Hintergrund ist die bereits praktizierte dezentrale Unterbringung der Bewohner und der daraus resultierende Abriss des Hauses Butjadingen. Weitere der geschichtsträchtigen Gebäude, in denen vor Jahrzehnten Tuberkulosepatienten untergebracht waren, sollen folgen. Es gibt bereits Überlegungen, auf dem großzügigen Gelände im Grünen ein neues Wohngebiet zu planen.

Die UWG möchte jedoch verhindern, dass die Gebäude der ehemaligen Fachklinik, die auf vielen alten Ansichtskarten abgedruckt seien und zur kulturellen Identifikation von Wildeshausen gehörten, jetzt einfach abgerissen werden. Ihr Ansinnen soll bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstag, 5. Dezember, ab 18.15 Uhr im Stadthaus diskutiert werden.

Auf der Tagesordnung steht auch der Antrag der FDP-Fraktion auf „Bezahlbares Bauen“ im neuen Baugebiet „Vor Bargloy“. Ziel ist es, auch soziale Gesichtspunkte in die Richtlinien zur Bauplatzvergabe einzuarbeiten.

Das neue Baugebiet beschäftigt den Ausschuss auch generell bezüglich der Grundstücksvergaben.

Diskutiert wird zudem der Bebauungsplan Nr. 67 „Bargloy“. Hintergrund ist der langjährige Streit um die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (StEM) zwischen der Stadt Wildeshausen auf der einen Seite und Brigitte und Eike Bruns.

Im Zuge der StEM waren 2006 drei verkaufsunwillige Landwirte enteignet worden. Während zwei von ihnen 2007 einem Vergleich zustimmten, klagte Familie Bruns weiter. Ein Punkt des Vergleichs war die von Eike Bruns gewünschte Aufstellung eines kleineren Bebauungsplans für seine ehemalige Hofstelle in Bargloy. Hier soll die Nutzung der vorhandenen Gebäude für Ferienwohnungen und Pferdehaltung möglich sein.

Vor dem Hintergrund des jetzt erneut verschobenen Ausbaus der Holzhauser Dorfstraße beschäftigt sich der Ausschuss darüber hinaus mit der Durchführung einer qualifizierten Verkehrszählung für die besagte Straße. Auf der Agenda stehen zudem die Satzung über die Erhebung von Friedhofsgebühren sowie der Antrag von Anne Grafe-Weibrecht auf Bepflanzung städtischer Flächen mit Obstbäumen und Gemüse.