Karlsruhe - Agrarverbände haben vor Preissteigerungen und Betriebsschließungen gewarnt, falls bereits 2015 ein Mindestlohn von 8,50 Euro in der Landwirtschaft eingeführt wird.

Laut dem Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Bernhard Krüsken, ist von den Plänen der Bundesregierung vor allem der arbeitsintensive Obst- und Gemüseanbau betroffen. Diese würden ein massives wirtschaftliches Problem haben, wenn sie die Mehrkosten im Markt nicht erwirtschaften könnten.

Beim Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) hieß es, dass der Mindestlohn ab 2015 Preissteigerungen von zehn bis 20 Prozent mit sich bringen werde. VSSE-Geschäftsführer Simon Schumacher schätzt, dass bei einem Mindestlohn ab 2015 zehn Prozent der Spargel- und Erdbeerbetriebe die Produktion einstellen müssen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zeigte sich optimistisch, dass eine Branchenlösung für Saisonarbeiter zustande kommt.