„Gesamtkonzept wird vermisst – Interessengemeinschaft Stapelriede legt Broschüre vor“, NWZ vom 23. Januar 2018

Wir machen uns Sorgen! Sorgen um die Sicherheit unserer Kinder. Als wir vor rund fünf Jahren in die Gemeinde Wardenburg gezogen sind, haben wir für das Aufwachsen unserer noch kleinen Kinder günstige Rahmenbedingungen vorgefunden: eine ruhige und dennoch zentrale Wohnlage mit einem kurzen und sicheren Weg zur nahegelegenen Grundschule. Die Kinder können ungefährdet im häuslichen Umfeld spielen und zu Fuß zur Schule gehen. Die Gemeinde präsentiert sich von ihrer besten Seite.

Doch das scheint sich nun alles zu ändern: Der ungezügelte Trieb nach Wachstum, gepaart mit dem Streben Einzelner nach wirtschaftlichen Vorteilen, beschert uns im südwestlichen Wardenburg ein riesiges Baugebiet. Stapelriede XXL!

Mit der Sicherheit unserer Kinder ist es dann wohl vorbei. „Bleibt besser im Garten, geht nicht auf die Straße und nicht auf den Spielplatz“, das wird dann wohl häufiger unsere Empfehlung an unsere Kinder sein. „Und zur Schule bringe ich euch lieber mit dem Auto.“

Die Verkehrswege lassen ein neues Baugebiet in keiner Weise zu. Überall werden wir die Auswirkungen spüren. Wir, die Bürger der Gemeinde, die schon lange hier leben und selbstverständlich auch die neu hinzuziehenden Bürger.

Letztgenannte lernen es dann nicht mehr kennen: das Wardenburg, das mal familienfreundlich war, wo man am Ortseingang mit „Hier lebt’s“ begrüßt wird. Wollen wir das wirklich?

Gerhard Mauer Wardenburg