Es gibt wohl zwei Arten von Rassisten, mit denen die Sinti und Roma in Zetel zu tun hatten. Die einen sind junge Leute, die nicht wissen, was sie sagen, und auch nicht die intellektuelle Kapazität haben, das zu erfassen. Und dann sind da die älteren Leute, die genau wissen, was sie sagen, und es trotzdem oder gerade deshalb tun.
Ich möchte immer gerne glauben, dass es zunehmend weniger Menschen gibt, die andere wegen ihrer Herkunft oder Religion anfeinden, weil so etwas nicht zu meiner Lebenswirklichkeit gehört. Man kann aber die Augen nicht vor der Wahrheit verschließen, davor, dass es Menschen in Zetel gibt, die Sinti und Roma mit offenem Rassismus begegnen. Das ist beängstigend und beschämend. Ich wünsche mir, dass die Sinti und Roma nächstes Jahr mit ihrer Zeltmission wiederkommen und die Zeteler Bürger, die weder zu der einen noch zu der anderen oben genannten Kategorie gehören, sie herzlich willkommen heißen und damit ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
