BECKELN - Die für die Jahre 2010 bis 2014 vorgesehen Kalkung von Privatwäldern will die Gemeinde Beckeln finanziell unterstützen. Dafür sprach sich der Rat auf seiner jüngsten Sitzung aus. Antragstellerin war die Forstbetriebsgemeinschaft Grafschaft Hoya, in der viele Privatwaldbesitzer organisiert sind.

Gleich zu Beginn der Sitzung klärte Bürgermeister Heinz Nienaber auf, dass – anders als vor wenigen Wochen im Winkelsetter Rat – jedes der anwesenden Ratsmitglieder abstimmen dürfe. In Winkelsett waren sieben von acht Ratsmitgliedern als „Betroffene“ eingestuft und nahmen deshalb nicht an der Abstimmung teil (die NWZ berichtete).

Nienaber berichtete, dass sich in der Gemeinde Beckeln 442 Hektar Privatwald befänden. Gehe man davon aus, dass nur etwa die Hälfte der privaten Waldbesitzer die Kalkung in Anspruch nehmen wollen, so die Erfahrung aus der Vergangenheit, dann müsse Beckeln mit einer Zuschusssumme von insgesamt 5600 Euro rechnen.

Die Kalkung eines Hektar Waldes aus der Luft kostet rund 332 Euro, informierte der Bürgermeister. 264 Euro würden EU, Bund und Land zuschießen. Der Kreis und die jeweilige Gemeinde beteiligten sich mit jeweils 25 Euro. 18 Euro blieben beim Waldbesitzer.

„Das ist eine gute Sache, wir brauchen alle eine gesunden Wald“, sagte Ratsherr Franz Zawodny. Darauf hin beschloss der Rat einstimmig, die Kalkung in Beckeln mit 25 Euro je Hektar zu bezuschussen.