Das neue Palliativ- und Hospizgesetz bringt einige Neuerungen für die Hospizarbeit. Das sagt Daniel El Kathib, Sprecher der Mission Lebenshaus GmbH, dem Träger des Laurentiushospiz in Falkenburg.
Welche allgemeinen Veränderungen bringt das neue Hospiz- und Palliativgesetz?
KhatibHospize sollen ab 2016 95 Prozent statt der bisherigen 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten erstattet bekommen.
Gibt es weitere finanzielle Veränderungen für die Hospizarbeit?
KhatibDer Mindesttagessatz wurde erhöht, um unterdurchschnittlich finanzierte Hospize zu unterstützen. Dadurch wird die finanzielle Ausstattung der Hospize allgemein verbessert.
Was ändert sich für die Patienten?
KathibFür unsere Gäste, so nennen wir die Menschen in unserem Hospiz, wünschen wir uns durch die finanzielle Stärkung eine bessere Personalausstattung, damit unser Pflegepersonal noch mehr auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse jedes Gastes eingehen kann. Außerdem erhoffen wir uns durch das Gesetz mehr Raum für therapeutische und seelsorgliche Begleitung, die bedeutend wichtig für unsere Gäste ist.
Was könnte Ihrer Meinung noch in diesem Bereich getan werden?
KhatibWir sehen das Gesetz als einen guten und wichtigen Schritt. Das Thema Sterben und Tod – und insbesondere die Hospizarbeit – hat durch dieses Gesetz eine große Würdigung erfahren. Auch bei besserer Finanzierung ist die Hospizarbeit zukünftig auf Spenden angewiesen und auf Menschen, die diesen Gedanken tragen und die wertvolle Arbeit im Hospiz unterstützen.
Ändert sich dadurch etwas für das Ehrenamt?
KhatibDie ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind tragende Säulen in der Hospizarbeit. Und auch sie brauchen Raum zur Aussprache, Begleitung und regelmäßige, fachlich gute Supervision. Durch das neue Gesetz entstehen für diese wichtigen Bedürfnisse
der ehrenamtlichen Mitarbeitenden neue Möglichkeiten. Diese begrüßen wir bei der Mission Lebenshaus sehr.
