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NWZonline.de Nachrichten Politik

Behörden identifizieren Attentäter

24.05.2017

Manchester Die britische Polizei hat bestätigt, dass ein 22-jähriger Mann namens Salman Abedi der mutmaßliche Bombenattentäter von Manchester ist. Offizielle Unterlagen zeigten, dass Abedi als wohnhaft in einem Haus in Manchester registriert war, das von bewaffneten Polizisten durchsucht wurde, die die tödliche Explosion bei einem Ariana-Grande-Konzert am Montagabend untersuchten. Dem Wahlregister zufolge wohnte der 22-Jährige in dem Gebäude in Fallowfield im Süden der Stadt.

Dort führte die Polizei am Dienstag eine kontrollierte Explosion aus. Der 52-jährige Anwohner Alan Kinsey filmte mindestens 20 schwer bewaffnete Polizisten in Schutzausrüstung, die die Straße entlang marschierten, das Haus umstellten und die Tür sprengten, ehe sie eintraten. Er habe niemanden außer die Polizei das Haus verlassen sehen, sagte Kinsey. Ein Mann in seinen Zwanzigern, dessen Name er nicht gekannt habe, habe dort gewohnt.

Der Bombenanschlag bei einem Ariana-Grande-Konzert in Manchester tötete am Montagabend 22 Menschen und löste eine Massenpanik junger Konzertbesucher aus. Die Terrormiliz Islamischer Staat übernahm die Verantwortung. Allerdings sagte der US-Geheimdienstdirektor Dan Coats, dass die Verbindung zum IS noch nicht verifiziert worden sei.

Mehrere britische Medien hatten bereits zuvor den Namen des mutmaßlichen Attentäters genannt. Nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA kam der Hinweis auf den Mann aus den USA. Laut der Zeitung „Telegraph“ wurde Salman Abedi 1994 in Manchester geboren. Seine Eltern, die noch zwei Söhne und eine Tochter haben, sollen Flüchtlinge aus Libyen sein. Angeblich seien einige Familienmitglieder kürzlich nach Nordafrika zurückgekehrt.

Regierungschefin Theresa May nannte die Tat besonders „abstoßend und abscheulich“, da wehrlose Kinder und Jugendliche das Ziel waren. Die Terrormiliz IS behauptet, für die Tat am Montagabend verantwortlich zu sein. In gut zwei Wochen wählen die Briten ein neues Parlament, der Wahlkampf wurde unterbrochen.

Newsblog zum Anschlag in Manchester

Der Täter hatte am späten Montagabend am Ende eines Popkonzerts von Teenie-Star Ariana Grande seine selbstgebaute Bombe gezündet, sagte May nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in London. „Er hat Zeit und Ort absichtlich so gewählt, um das größtmögliche Blutbad anzurichten.“ Den Rettungskräften zufolge waren unter den Verletzten zwölf Kinder und Jugendliche unter 16. Eine Achtjährige starb.

Der IS erklärte, ein „Soldat“ der Terrormiliz habe eine Bombe platzieren können. Anhänger des IS feierten die Tat in sozialen Netzwerken. US-Präsident Donald Trump verurteilte den Anschlag auf das Schärfste. „So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden“, sagte Trump bei seinem Besuch in Bethlehem.

Die Polizei geht bei dem Angriff von einem Einzeltäter aus. „Am wichtigsten ist es, jetzt herauszufinden, ob er alleine handelte oder als Teil eines Netzwerks“, sagte Ermittler Ian Hopkins in Manchester. May sagte, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen.

Am Mittag wurde im Süden Manchesters ein 23 Jahre alter Mann festgenommen. Welche Verbindung er zu dem Attentäter hat, war zunächst unklar.

„Es gibt jetzt keinen Zweifel daran, dass die Bevölkerung Manchesters und dieses Landes Opfer eines eiskalten terroristischen Angriffs geworden ist“, sagte May, die am Nachmittag mit Innenministerin Amber Rudd in Manchester eintraf.

Der Wahlkampf vor den Parlamentswahlen am 8. Juni ist unterbrochen. Es ist dies der schwerste Terroranschlag in Großbritannien seit 2005. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. 56 Menschen starben, etwa 700 wurden verletzt.

Die Explosion hatte sich am späten Montagabend im Foyer der Manchester Arena ereignet, einer Konzerthalle, die bis zu 21 000 Besuchern Platz bietet. Zeugen berichteten von einem Knall im Eingangsbereich zwischen Halle und Victoria-Bahnhof nach dem letzten Lied Grandes gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MESZ).

Laut Augenzeugen spielten sich dramatische Szenen ab. Konzertbesucher flüchteten in Panik, Opfer lagen blutüberströmt am Boden. „Ich sah ein kleines Mädchen (...) sie hatte keine Beine mehr“, sagte ein Zeuge dem Sender Sky News. Metallteile und Splitter lagen den Berichten zufolge am Boden. Auch Stunden nach dem Anschlag suchten Angehörige noch nach vermissten Konzertbesuchern.

Popstar Grande war angesichts der Ereignisse „am Boden zerstört“. „Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte“, schrieb die 23-Jährige auf Twitter. In Manchester boten Anwohner den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester. Im Etihad-Stadion, dem Heimstadion von Manchester City, wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Die Polizei bat Hilfesuchende, sich dorthin zu begeben.

Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria war gesperrt, Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Bewohner wurden aufgefordert, das Stadtzentrum weiterhin zu meiden. Auch in der Hauptstadt London wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Queen Elizabeth II. erklärte, die ganze Nation stehe unter Schock. Der Anschlag löste weltweit Betroffenheit aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich entsetzt. „Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen“. Die Kanzlerin und und CSU-Chef Horst Seehofer sagten aus Mitgefühl mit den Terroropfern eine Wahlkampfveranstaltung in München ab.

Popstar Ariana Grande „am Boden zerstört“

Popstar Grande war angesichts der Ereignisse „am Boden zerstört“. „Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte“, schrieb die 23-Jährige auf Twitter. In Manchester boten Anwohner den Betroffenen Unterschlupf an; bei Twitter gab es dafür den Hashtag #roominmanchester. Im Etihad-Stadion, dem Heimstadion von Manchester City, wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Die Polizei bat Hilfesuchende, sich dorthin zu begeben.

Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria war gesperrt, Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Bewohner wurden aufgefordert, das Stadtzentrum weiterhin zu meiden. Auch in der Hauptstadt London wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Die auf dschihadistische Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldete, dass sich bislang niemand zu dem Terroranschlag bekannte. Allerdings wurde der Vorfall in sozialen Netzwerken von Anhängern der Terrorgruppe Islamischer Staat gefeiert.

Der Anschlag löste weltweit Betroffenheit aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich entsetzt. „Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen“. „Entsetzliche Nachrichten aus #Manchester!“, schrieb auch Außenminister Sigmar Gabriel auf Twitter.

US-Präsident Donald Trump verurteilte den Anschlag auf das Schärfste. „So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden“, sagte Trump bei seinem Besuch in Bethlehem. „Ich werde sie nicht „Monster“ nennen, denn das würden sie mögen, diesen Namen würden sie mögen. Ich werde sie von jetzt an „Verlierer“ nennen, denn das ist es, was sie sind.“ Nach Angabe des Weißen Hauses telefonierte Trump mit May, um ihr sein Beileid auszusprechen.

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