Stuttgart - Nach dem überraschenden Tod einer Zeugin im Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss wollen die Ermittler alle Zweifel an der Todesursache ausräumen. Nach der Obduktion, die keine Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod der 20-Jährigen aus Kraichtal (Kreis Karlsruhe) ergab, ordnete die Staatsanwaltschaft weitere Untersuchungen an. „Wir sind uns der Brisanz des Falles bewusst“, sagte Staatsanwalt Tobias Wagner am Montag. Zum einen wird die Leiche auf Spuren von Medikamenten oder Giften untersucht, zum anderen wird sie mikroskopisch etwa auf Gewebeveränderungen geprüft. Zunächst war von einer Lungenembolie die Rede.