Jever - Essen verbindet Menschen und Kulturen. Und deshalb rollen Street Food Events und der Verein „people welcome“ mit ihrer internationalen Speisen-Karawane durch ganz Norddeutschland. „In Zeiten von Fremdenfeindlichkeit, Hass und Abgrenzung wollen wir zeigen, wie man den Begriff Integration praktisch umsetzen kann“, sagt Udo Klassen, Vorsitzender von „people welcome“.
Am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Juli, macht die Street Food-Karawane Halt in Jever. An beiden Tagen gibt es von 11 bis 22 Uhr auf dem Kirchplatz Leckereien aus aller Welt.
Die Street Food-Karawane macht am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Juli, auf dem Kirchplatz in Jever Station. An beiden Tagen gibt es von 11 bis 22 Uhr internationale Leckereien zu verkosten. Serviert wird aus Food-Trucks, aus Mini-Garküchen und in Pavillons – alle Speisen werden frisch zubereitet.
Mit dabei sind unter anderem Burger und Edelburger, Ungarische Baumstriezel und Langosh, arabische, indische und senegalesische Küche, Insekten a la carte, Mexikanisches und Kubanisches, holländische Panncakes, Burger mit Strauß, Krokodil und Känguru aus dem Smoker, Spanferkel, pulled Pork aus dem Smoker und vieles mehr. Natürlich ist auch für die passenden internationalen Cocktails, Limonaden und andere Getränke gesorgt.
Die Veranstalter wünschen sich außerdem Musik für beide Tage: Straßenmusiker sind ausdrücklich willkommen – sie können sich direkt am Veranstaltungs-Wochenende an Udo Klassen wenden.
Der Kirchplatz wird bereits am Freitag mit den Trucks der Street Food-Karawane bestückt. Am 8. und 9. Juli ist der Platz für Verkehr gesperrt.
Der Eintritt zum Street Food Festival ist frei – der Erlös fließt in die Arbeit des Vereins „people welcome“.
Der Verein „people welcome“ aus Groß Vollstedt kümmert sich um Kriegsflüchtlinge und politisch Verfolgte, erklärt Klassen. „Und eines unsere Ziele ist, junge Flüchtlinge in Arbeit zu vermitteln.“ Eine Möglichkeit: Die Migranten in die Lage zu versetzen, die traditionelle Küche ihrer Heimatländer zu repräsentieren.
Der Verein hilft Flüchtlingen etwa dabei, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, stattet sie mit Street Food-Stand oder kleiner Garküche aus, mit der sie ihre heimatlichen Leckereien zubereiten und anbieten können. „Dadurch können sie weg von staatlichen Hilfen und sich selbst eine bescheidene Existenz aufbauen“, sagt Klassen.
Auch in Jever wird es Beispiele dieser Form von Integration und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Denn: „Essen verbindet und hilft, Ressentiments abzubauen“, so Klassen. Die Erlöse aus den beiden Festival-Tagen fließen an den Verein – so kann der weiteren Migranten helfen.
