BERLI - Hessen und Hamburg sind laut einer aktuellen Studie die beiden Bundesländer, in denen die Integration von Ausländern am besten gelingt. Schlusslicht ist das Saarland, nach Niedersachsen und Bremen. Das geht aus einer Untersuchung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor, die am Montag in der Hauptstadt vorgestellt wurde.

Das niedersächsische Innenministerium bezweifelte die Aussagekraft der Studie, da sie auf Daten aus dem Jahr 2005 basiert. Ein Sprecher sagte, mit aktuellen Daten hätte das Land sicher aufgeholt und wäre auf einen der führenden Plätze gekommen.

Die bevölkerungsreichen Länder Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie die Migrantenhochburg Berlin rangieren in dem Vergleich auf mittleren Plätzen.

Die Autoren bewerten die Integration anhand von 20 Kriterien wie etwa dem Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft, Ehen mit Deutschen, Bildungsniveau, Erwerbslosen- und Hausfrauenquote.

Am besten schneiden in der Studie die Einwanderer aus EU-Ländern, deutschstämmige Aussiedler sowie Migranten aus dem Fernen Osten ab. Als mit Abstand am schlechtesten integrierte Gruppe weist die Studie Menschen mit türkischen Wurzeln aus. Fast ein Drittel (30 Prozent) von ihnen haben keinen Schulabschluss. Nur 14 Prozent können das Abitur vorweisen.

KOmmentar, S.4

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