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NWZonline.de Nachrichten Politik

100 Tage Warn-App: Regierung plant europaweite Vernetzung

24.09.2020

Berlin Es sei wie die erste Mondlandung. „Ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung“, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vor gut drei Monaten noch bei der Vorstellung der neuen Corona-Warn-App. Von der besten App der Welt war die Rede, und täglich wurden neue Erfolgsmeldungen darüber verbreitet.

Hundert Tage später fällt die erste Bilanz allerdings sehr gemischt und deutlich nüchterner aus. Doch trotz holprigem Start, technischen Anlaufschwierigkeiten und jeder Menge Kritik sieht die Bundesregierung die Corona-Warn-App immer noch als „große Erfolgsgeschichte“, wie Braun am Mittwoch in Berlin erklärte. Bisher hätten 18 Millionen Nutzer die Anwendung auf ihr Smartphone geladen und damit so viele wie vergleichbare Produkte in allen anderen europäischen Ländern zusammen an Nutzern vorweisen.

5000 Nutzer gewarnt

Die App sei „die mit Abstand erfolgreichste Warn-App in Europa“, lobt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Die App, die vor Begegnungen und Kontakten mit Corona-Infizierten warnen soll, wirke, sie werde nachgefragt und sie funktioniere.

Die App war in knapp zwei Monaten von der Deutschen Telekom und SAP gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut entwickelt worden. Rund 5000 Nutzer hätten ihre Kontakte vor einer möglichen Infektionsgefahr gewarnt, so Spahn. Nur die Hälfte der App-Nutzer würden jedoch bisher im Falle eines positiven Testergebnisses ihre Kontakte informieren, sagte der Gesundheitsminister. Das alleinige Laden der App reiche nicht aus, es müsse bei einer Infektion gewarnt werden.

Bundesregierung und Entwickler wollen jetzt einen Schritt weiter gehen, das Programm durch weitere Funktionen ergänzen und in zehn europäischen Ländern anbieten und vernetzen. Mitte Oktober soll die App in Europa freigeschaltet werden.

Telekom-Chef Tim Höttges erinnerte an die anfänglichen Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Betriebssystemen von Smartphone-Anbietern. Er nannte die Warn-App einen „digitalen Leuchtturm“, den es jetzt stetig weiterzuentwickeln gelte.

Angesichts zuletzt steigender Infektionszahlen fordert Jens Spahn die Bundesbürger auf, die Warn-App noch stärker zu nutzen. Schließlich rechnen Experten im Herbst und im Winter mit deutlich höheren Werten.

Auch Kritik an App

Die App sei vor allem eine Geschichte von „Pleiten, Pech und Pannen“, kritisiert dagegen FDP-Fraktionsvizechef Michael Theurer. Bis weit in den April hinein sei die Bundesregierung in ihren Planungen einer generellen Überwachungs-App mit zentraler Speicherung auf dem falschen Dampfer unterwegs gewesen. Positiv sei dagegen zu bemerken, dass die Warn-App verhältnismäßig früh einsatzbereit gewesen sei.

Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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