BERLIN - Mehr als 1000 Anrufe und Briefe von Betroffenen sind bislang bei der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Christine Bergmann, eingegangen. In zwei Dritteln der Fälle sei von einem Missbrauch in Institutionen berichtet worden, davon zur Hälfte in kirchlichen Einrichtungen, teilte die Missbrauchsbeauftragte am Dienstag in Berlin mit.

Nach den vielen bekanntgewordenen Missbrauchsfällen hatte die Bundesregierung eine Missbrauchsbeauftragte und einen Runden Tisch eingerichtet. Bergmann nahm ihre Arbeit im April auf. Seit Ende Mai können sich Opfer telefonisch unter der Nummer 0800-22 55 530 an die frühere SPD-Familienministerin Bergmann und ihre Mitarbeiter wenden.