BERLIN - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat vor einem teilweise „dramatischen Mangel“ an gut ausgebildeten Erzieherinnen gewarnt. In vielen Großstädten gebe es „praktisch keinen Nachwuchs“ mehr an Kita-Betreuungskräften, sagte GEW-Vorstand Norbert Hocke.
Nach einer GEW-Studie haben besonders Nachwuchskräfte bei den Erziehern schlechte Chancen auf eine dauerhafte Anstellung. Fast 50 Prozent der unter 30 Jahre alten Erzieherinnen arbeiten mit befristeten Verträgen.
Die GEW-Befragung ergab insgesamt eine große Zufriedenheit mit dem Beruf. Etwa die Hälfte der Befragten arbeitet Teilzeit. Lediglich drei Prozent sind männlich.
Die GEW will in der anstehenden Tarifrunde eine deutliche Anhebung der Bezüge der Erzieherinnen durchsetzen, die monatlich durchschnittlich bei 2100 Euro brutto liegen. Die GEW fordert eine Anhebung um 300 bis 500 Euro. Die Gewerkschaft verlangt auch, dass nicht mehr als 15 Kinder von zwei Fachkräften betreut werden dürfen.
