BERLIN - Der Bundesnachrichtendienst (BND) will offener mit seiner Vergangenheit umgehen. „Der Dienst hat kein Interesse, sein Handeln dauerhaft zu verschleiern oder zur Legendenbildung beizutragen“, sagte BND-Präsident Ernst Uhrlau der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Erst vor kurzem hatte der Auslandsgeheimdienst Akten herausgegeben, mit denen die Nazi-Vergangenheit von Mitarbeitern in den Anfangsjahren des Dienstes öffentlich gemacht worden war. Demnach war damals knapp jeder zehnte Mitarbeiter NS-belastet. Laut „FAZ“ geht aus den kürzlich zugänglich gemachten Unterlagen hervor, dass in den 1960er Jahren etwa 200 von 2450 Mitarbeitern eine Nazi-Vergangenheit hatten.