BERLIN - Die Bundesregierung will die Angehörigen ziviler Opfer des Luftschlags bei Kundus offensichtlich möglichst schnell entschädigen. Für die individuelle Wiedergutmachung stehen der Bundeswehr laut „Der Spiegel“ insgesamt 400 000 Euro zur Verfügung. Bei den von deutscher Seite befohlenen Luftschlägen auf zwei Tanklaster waren am 4. September 2009 bei Kundus bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden.
Der Anwalt der Hinterbliebenen des Luftschlags, Karim Popal, will gegen die in Aussicht gestellten Ausgleichszahlungen klagen. „Das ist keine Entschädigung in unserem Sinne“, sagte Popal.
Derweil rüstet die Bundeswehr die Truppe im Afghanistan-Einsatz auf. Neben Panzerhaubitzen sollten weitere 15 Schützenpanzer vom Typ „Marder“, Brückenlege- und Pionierpanzer an den Hindukusch verlegt werden, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
