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Ehrenamt In Brake 3000 Euro für „So geht sozial!“

Berlin/Brake - Seit mittlerweile zehn Jahren existiert der Förderpreis „Helfende Hand“ ,der durch das Bundesministerium des Inneren verliehen wird. Der Preis soll den Stellenwert des ehrenamtlichen Engagements im Katastrophenschutz betonen und seinen Teil dazu beitragen, Mitmenschen zu motivieren sich in dem Bereich des Katastrophenschutzes zu engagieren.

Das DRK-Wesermarsch hatte sich mit dem Projekt „So geht sozial!“ für die Kategorie „Innovative Konzepte“ beworben und wurde für den Preis in dieser Kategorie auch nominiert. In Berlin fand am Montag Im Museum für Kommunikation die Preisverleihung statt.

Die Idee des Projektes „So geht sozial!“ ist denkbar einfach. Es geht darum, wie junge Menschen für das Mitwirken in den Hilfsorganisationen, der freiwilligen Feuerwehr und das THW motiviert werden können. Eine Möglichkeit stellt hierbei das direkte Ansprechen im Rahmen der Berufsorientierung der Schüler von allgemeinbildenden Schulen dar. In der Wesermarsch unterstützt die Zeit & Service Beschäftigungsfördergesellschaft in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule die Berufsorientierung an zehn allgemeinbildenden Schulen. Zeit & Service setzt das Berufsorientierungsprogramm (BOP) nach dem Konzept des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eigenverantwortlich vor Ort um. Unter anderem durchlaufen die Schüler in Brake für zwei Wochen die sogenannten Werkstatttage, in welchem die Gelegenheit besteht, drei Berufsfelder näher kennenzulernen.

Vor Ort engagieren

Ein Berufsfeld ist das Feld „Gesundheit & Soziales“, welches durch das DRK betreut wird. „Wenn Schüler Interesse bekunden, im Bereich der Hilfsorganisation mitwirken zu wollen, wird ihnen aufgezeigt, wo sie sich konkret vor Ort engagieren können. Dabei ist es nicht entscheidend, in welcher Organisation sie letztendlich tätig werden, sondern dass sie sich überhaupt in dem Bereich des Bevölkerungsschutzes engagieren“ sagt Marco Busch.

Marco Busch (45), Tino Roccor (16) und Sascha Minnemann (18) vertraten das DRK-Wesermarsch vor Ort. Brakes Bürgermeister Michael Kurz unterstrich mit seiner Anwesenheit die Bedeutung des Preises. Die Wahl der Delegationsmitglieder war dabei nicht zufällig. Alle drei sind durch das Projekt geprägt worden: Busch ist als Organisator des Projekts unmittelbar eingebunden, Minnemann hat über das BOP seinen beruflichen Weg in die Bundeswehr gefunden und befindet sich in der Ausbildung zum Notfallsanitäter. Im Rahmen freier Zeitkontingente engagiert er sich als Sanitäter beim DRK-Oldenbrok. Tino Roccor, der die 10. Klasse der HRS/IGS-Brake besucht, hat 2016 das BOP durchlaufen und hat sich seitdem verstärkt beim Jugendrotkreuz in Leitungsfunktion engagiert. Er möchte später im Bereich der Logistik arbeiten.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie andere Organisationen mit vielen guten Ideen versuchen den Bevölkerungsschutz stärker in das Bewusstsein der breiten Bevölkerung zu verankern“, sagt Minnemann. Im Vorfelde der Veranstaltung konnte alle Nominierten in Form eines Präsentationsstandes das eigene Projekt den anderen vorstellen. Hierdurch bestand die Möglichkeit des Austausches und der Vernetzung untereinander, die für die zukünftige Arbeit genutzt werden kann.

Die Preisübergabe vollzog der parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung und den Wandel des Ehrenamtes in Deutschland. Menschen, die sich ehrenamtlich im Katastrophenschutz betätigen, sind Menschen die der Allgemeinheit im besonderen Sinne etwas geben. Sie setzen sich selbstlos für die Gesellschaft ein, sobald sie gerufen werden. Sie in Form eines nationalen Preises zu ehren ist deshalb auch ein Zeichen der Würdigung ihres Einsatzes.

„Einfach unglaublich“

„Schon die Nominierung hat uns sehr gefreut“, sagt Tino. „Dass am Ende sogar ein Dritter Platz dabei herausgesprungen ist, ist einfach unglaublich“ führt er weiter aus. Neben einer Ehrenurkunde, gab es einen Pokal und einen Scheck über 3000 Euro€.

Am Dienstag stand ein weiterer Programmhöhepunkt an. Das Trio besuchte die 10. Jahrestagung des Berufsorientierungsprogramms, die in Berlin stattfand. Hier informierten sie sich über aktuelle Entwicklungen innerhalb der Berufsorientierung. Ihr Schwerpunkt lag hierbei auf Vorträge, die sich mit der Berufsorientierung im ländlichen Raum beschäftigten. Ein anschließender Spaziergang „Unter den Linden“ rundete den 48-stündigen Aufenthalt in der Hauptstadt ab.

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