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NWZonline.de Nachrichten Politik

Cdu-Vorsitz: Machtkampf um AKK-Nachfolge

29.09.2020

Berlin Merz, Laschet oder Röttgen? Kein Weißer Rauch am Montagnachmittag nach gut neunzig Minuten aus dem Konrad-Adenauer-Haus im Berliner Tiergarten. Am Ende des Gesprächs ist klar, es wird zum großen Showdown kommen. Keiner der drei Kandidaten zieht zurück. Der CDU-Machtkampf geht weiter.

Am 4. Dezember sollen die CDU-Delegierten auf dem Bundesparteitag in Stuttgart darüber entscheiden, wer Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer und neuer Parteichef wird. Die CDU-Vorsitzende hatte die drei Kandidaten – den früheren Fraktionschef Friedrich Merz, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und den Außenpolitiker Norbert Röttgen – zu einem Gespräch gebeten. Doch wer gehofft hatte, dass sich das Trio doch noch auf eine Teamlösung verständigt, um eine Zerreißprobe zu verhindern, wurde enttäuscht. Stattdessen steht jetzt zumindest die Wahlkampf-Regie.

Video-Livestreams

Zwar wird es kein klassisches TV-Duell geben, wie es vor allem Röttgen gefordert hatte. Dafür aber zwei öffentliche Video-Livestreams Anfang November und eine Woche vor dem Parteitag. Jeweils neunzig Minuten Gelegenheit für die Kontrahenten, für sich zu werben und zu punkten. Zudem sollen sich die Bewerber in weiteren parteiinternen Live-Gesprächen per Internet den Fragen der Mitglieder stellen. Per Kandidatenbrief kann sich jeder der drei Bewerber an die Mitglieder wenden. Doch die Rivalen haben auch ihr eigenes Drehbuch für ihren Wahlkampf.

große Sorge

Alle Versuche, eine Kampfkandidatur zu vermeiden und eine einvernehmliche Lösung zu erreichen, waren bisher gescheitert. Die Christdemokraten wollen ein langes Schaulaufen und erbittertes parteiinternes Kräftemessen eigentlich verhindern. Die Sorge in der CDU-Führung ist groß, dass eine knappe Entscheidung, wie bei der letzten Vorsitzendenwahl zwischen Kramp-Karrenbauer und Merz im Dezember 2018 in Hamburg, kein guter Einstieg in das Bundestagswahljahr 2021 wäre.

Nicht länger vertagen

Im Februar hatte Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug angekündigt. Doch ein für April geplanter Sonderparteitag musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. AKK blieb weiter im Amt.

Zuletzt war angesichts der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen auch über eine erneute Verschiebung des Parteitags ins nächste Jahr spekuliert worden. Doch nicht nur die Kandidaten drängen auf eine Entscheidung. Nach Ansicht von Röttgen wäre es fatal, sollte der Parteitag noch einmal ins nächste Jahr verschoben werden. „Die CDU muss in das Wahljahr 2021 mit einer neu gewählten Führung starten. Die Führungsfrage darf nicht länger vertagt werden“, forderte er, trotz Corona-Pandemie am Fahrplan festzuhalten.

Schweigen

Keinen Kommentar gab es am Montag von den Parteivorsitz-Kontrahenten Merz und Laschet. Norbert Röttgen berichtete von einem „guten, sachlichen Gespräch“ und warb für ein respektvolles, transparentes und öffentliches Verfahren, das es allen Parteimitgliedern ermöglichen solle, die Akzentunterschiede zwischen den Kandidaten mitzubekommen. „Wir alle wollen jeweils das Beste für die CDU“, versicherte er.

Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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