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Corona-Krise Mulmiges Gefühl vor Schulstart

Stefan Kruse Jörg Ratzsch

Berlin - Viele Eltern dürften in diesem Jahr dem Schulbeginn ihrer Kinder nach den Sommerferien mit einem etwas mulmigen Gefühl entgegensehen: Sind die Schulen in Zeiten von Corona ausreichend vorbereitet? Zwei Schulschließungen wegen Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern kurz nach Schuljahresbeginn zeigen, wie schnell die Kinder wieder zu Hause aufschlagen können – ganztags. In Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein geht die Schule am Montag wieder los, im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen am Mittwoch.

Was sagt die GEW?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht viele Schulen und Lehrkräfte immer noch nicht ausreichend auf digitalen Unterricht vorbereitet – sollten Corona-Infektionen in den Schulen ihn nötig machen. GEW-Chefin Marlis Tepe kritisierte in einem am Sonntag verbreiteten Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“: „Die Landesregierungen haben die Ferienzeit zu wenig für die konzeptionelle Arbeit genutzt.“

Ein digitaler Unterricht scheitere nicht am Willen der Lehrer, sondern an der fehlenden Infrastruktur in vielen Schulen, sagte Tepe.

Das sagen die Eltern

Der Vorsitzende des Bundeselternrates, Stephan Wassmuth, sagte der Tageszeitung „Die Welt“, es sei ärgerlich, dass die Kultusminister die Sommerferien nicht dafür genutzt haben, einen verlässlichen Unterricht auch in Corona-Zeiten vernünftig vorzubereiten.“

Digitalisierung

Nach Angaben aus den Ländern sind die Schulen inzwischen digital besser aufgestellt, sollte es wieder Schließungen und Fernunterricht geben. In NRW mit seinen 5500 Schulen und rund 2,5 Millionen Schülern sollen alle Lehrkräfte und alle bedürftigen Schüler Laptops oder Tablets aus umfangreichen Mitteln von Bund, Land und Kommunen finanziert bekommen.

Maskenpflicht

Nordrhein-Westfalen löste mit seinem Vorstoß, ältere Schüler vorerst auch im Unterricht Masken tragen zu lassen, eine Debatte aus. Solche Forderungen kommen nun auch aus Berlin. In anderen Bundesländern können die Masken im Unterricht abgenommen werden. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) rief in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ dazu auf, „dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können“.

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