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NWZonline.de Nachrichten Politik

Datensicherheit: Kriminelle finden neue Betrugsmaschen

12.10.2018

Berlin Cyber-Kriminelle werden eine immer stärkere Bedrohung für die IT-Sicherheit in Deutschland. Sie klauen Daten, erpressen Geld oder spionieren Unternehmen aus – und nutzen dabei immer neue Wege, wie der Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt. Die Wirtschaft beklagt Milliardenverluste durch Cyberkriminalität. Doch es kann nicht nur große Unternehmen, sondern jeden einzelnen Verbraucher treffen.

Wie steht es um die IT-Sicherheit im Land?

Nicht gut, sagt BSI-Präsident Arne Schönbohm. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Bedrohung verschärft. In Zahlen: Sprach das BSI im Vorjahr noch von mehr als 600 Millionen bekannten Schadprogrammen, ist im aktuellen Bericht schon von mehr als 800 Millionen Programmen im Umlauf die Rede. Die Zahl neuer Schadprogramm-Varianten pro Tag sei von 280 000 auf 390 000 gestiegen. Der Bericht deckt den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 31. Mai 2018 ab.

Der BDI spricht von Milliardenverlusten durch Cyberkriminalität. „Der deutschen Wirtschaft ist in den vergangenen zwei Jahren durch Spionage, Sabotage und Datendiebstahl ein Schaden in Höhe von 43 Milliarden Euro entstanden“, sagt Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

Wo könnten sich Angriffsflächen bieten?

Ein aktueller Trend ist sogenanntes illegales Krypto-Mining. Dabei nutzen Hacker fremde Rechner, um diese virtuelle Währungen wie Bitcoin erzeugen zu lassen. Den Besitzern befallener Computer drohen erhöhte Stromrechnungen, weil der Energiebedarf für die nötigen Rechenoperationen beträchtlich ist.

Was unternimmt das Bundesamt?

Das BSI ist dem Innenministerium unterstellt und für den Schutz der IT-Systeme des Bundes zuständig. Die Behörde hilft aber auch Ländern oder Kommunen, Bürgern und der Wirtschaft, sich gegen Hacker zu schützen. Das Amt veröffentlicht zum Beispiel Warnungen. Grundsätzlich können die Experten auch etwa Unternehmen technisch unterstützen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen. Innenminister Horst Seehofer (CSU) will das Amt als nationale Sicherheitsbehörde stärken.

Unternimmt das BSI genug für die Sicherheit?

Das BSI bewege sich in einer doppelbödigen Struktur, sagt Friedemann Ebelt vom Verein Digitalcourage. „Es gibt andere staatliche Behörden, die sich genau mit dem Gegenteil von IT-Sicherheit beschäftigen, etwa, indem sie Staatstrojaner einsetzen, wofür Sicherheitslücken offen gehalten werden müssen.“

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