Berlin - In der Debatte um eine Kassenfinanzierung von vorgeburtlichen Bluttests auf Down-Syndrom will die CDU keine Parteilinie festlegen. Das sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag nach einer Präsidiumssitzung in Berlin. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte eine grundlegende ethische Debatte.
Bei einem Down-Syndrom haben Menschen in jeder Zelle ein Chromosom mehr als andere Menschen. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21. Folgen sind körperliche Auffälligkeiten und eine verlangsamte motorische, geistige und sprachliche Entwicklung. Die Ausprägungen sind aber sehr unterschiedlich.
Derzeit sind die Bluttests zwar nicht verboten, müssen aber privat finanziert werden. Am Donnerstag diskutiert der Bundestag in einer Orientierungsdebatte über die Tests. Die Entscheidung, ob diese künftig von den Krankenkassen finanziert werden, liegt in erster Linie aber beim Gemeinsamen Bundesausschuss. Dieser hatte vor Kurzem seinen Beschlussentwurf veröffentlicht, in dem er für eine Kassenfinanzierung bei Risikoschwangerschaften plädiert und dies mit dem hohen Risiko für Fehlgeburten bei einer Fruchtwasseruntersuchung begründet.
