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NWZonline.de Nachrichten Politik

Sorge wegen der neuen „Rechtsaußen“

10.01.2018

Berlin „Wer verbal dazwischengrätscht, kriegt von uns die Rote Karte.“ Der CDU-Politiker und Mannschaftskapitän des FC Bundestag, Marcus Weinberg, macht eine klare Ansage. Adressat: Die fünf AfD-Politiker, die sich für die Fußballmannschaft des Deutschen Bundestages beworben haben. 50 Jahre lang haben beim FC Bundestag parteiübergreifend Abgeordnete zusammen gekickt. Helmut Kohl, Joschka Fischer und Oskar Lafontaine waren dabei, zuletzt galt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach als gefährlicher Torjäger.

Jetzt, seit auch die AfD im Bundestag sitzt, steht das Parlamentsteam vor einer großen Herausforderung. Wie umgehen mit den Abgeordneten der Rechtspopulisten? Auch wenn weder Fraktionschef Alexander Gauland, der den Nationalmannschaftsspieler Jerome Boateng nicht als Nachbarn haben wollte, noch Jens Maier, der wegen eines rassistischen Tweets über den Sohn von Boris Becker in der Kritik steht, dabei sind – der Ton in der Mannschaft dürfte sich mit der Verstärkung auf dem rechten Flügel verschärfen. „Elf Freunde müsst ihr sein“, so heißt der Klassiker unter den Fußballromanen. Dass aus den politisch so verschiedenen Mannschaftskameraden wirklich Freunde werden, ist fraglich. Schon jetzt gibt es massive Vorbehalte gegen die neuen Mitspieler. „Ich überlasse denen doch nicht den Fußballplatz. Gegen Rassismus muss man überall Farbe bekennen. Im Plenum, in den Ausschüssen und auf’m Platz“, gibt Dirk Wiese (SPD), parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, den Spielverderber. Auch andere Teamkollegen wollen nur ungern mit den Rechtspopulisten zusammenspielen.

Mannschaftskapitän Weinberg fordert zunächst einmal Offenheit den neuen Mitspielern gegenüber: „Wir haben alle Abgeordneten eingeladen, es gibt da keinen Ausschluss von Abgeordneten bestimmter Parteien. Das gehört zu unserem demokratischen Selbstverständnis“, so der CDU-Politiker im Gespräch mit unserer Redaktion.

Benjamin Moscovici Korrespondentenbüro Berlin
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