BERLIN - BERLIN/DPA - Deutschland hat 60 Jahre nach Kriegsende einen zentralen Ort des Gedenkens an den Holocaust: Nach jahrelangem Streit ist am Dienstag in der Nähe des Brandenburger Tores in Berlin das Denkmal für die ermordeten Juden Europas eingeweiht worden. Der amerikanische Architekt Peter Eisenman sagte sichtlich bewegt: „Es ist mir eine Ehre, das Denkmal dem deutschen Volk zu übergeben. Es soll nun zu den Deutschen und zu der Welt sprechen.“
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse betonte als Bauherr des Monuments, damit werde nicht, wie manche befürchteten, der „steinerne Schlusspunkt unseres öffentlichen Umgangs mit unserer Nazi-Geschichte“ gesetzt. Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, unterstützte nachdrücklich die Forderung anderer Opfergruppen nach einem würdigen öffentlichen Ort eigenen Gedenkens.
Das 1999 vom Bundestag beschlossene Denkmal mit 2711 Betonquadern und unterirdischen Dokumentationsräumen wurde in zweijähriger Bauzeit für 27,6 Millionen Euro errichtet.
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