BERLIN - Der Druck auf die gesetzlichen Krankenkassen wächst, die rund 168 000 Versicherten der bankrotten City BKK aufzunehmen und nicht aus Kostengründen abzuwimmeln.
Die CDU droht den Vorständen unwilliger Kassen mit scharfen Konsequenzen. Vielleicht sollten wir die Kassenchefs da direkt in Haftung nehmen für jeden einzelnen Fall, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), in Berlin. Zuvor hatte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) Kassen, die neue Kunden abweisen, scharf gerügt.
Der Marktführer Barmer GEK sprach sich für eine solidarische Auffanglösung aus. Diese werde es für die Betroffenen geben, die noch keine neue Kasse gefunden haben, sagte Verwaltungsratschef Holger Langkutsch in Berlin.
Die Vorsitzende des Kassen-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, zeigte sich zuversichtlich, dass alle Versicherten der City BKK eine andere, zu ihnen passende Kasse finden werden.
Viele Patienten der vor der Schließung stehenden City BKK werden von anderen Kassen abgewimmelt. Sie müssen bei der Suche nach einer neuen Kasse mit Schikanen kämpfen. Die City BKK mit zuletzt 168 000 Versicherten wird zum 1. Juli geschlossen.
