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NWZonline.de Nachrichten Politik

Er plant den Kulturwandel bei der SPD

09.12.2017

Berlin /Hannover Nervosität und Last des neuen Amtes sieht man Lars Klingbeil auf dem Bundesparteitag schon an. Der künftige SPD-Generalsekretär aus Niedersachsen steht tatsächlich vor riesigen Herausforderungen. „Jünger, weiblicher und digitaler“ soll die SPD werden, hat ihm Parteichef Martin Schulz ins Aufgabenbuch geschrieben.

Und der 39-Jährige aus Munster ist bereit, sich auf das Abenteuer einzulassen. Zwar statteten die rund 600 Delegierten den neuen Parteimanager mit eher vorsichtigen 70 Prozent Zustimmung als Vertrauensvorschuss aus. Aber Klingbeil will anpacken. Nach einem Bundestagswahlergebnis von 20,5 Prozent sei ein „ehrlicher Blick auf die Partei“ eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren, versicherte der Niedersachse. Bei dem Erneuerungsprozess sieht der Generalsekretär drei Schwerpunkte: das Aufgreifen zentraler Zukunftsthemen, eine Stärkung der regionalen Strukturen sowie digitale Beteiligungsmöglichkeiten.

Neben den traditionellen Formen der Ortsvereins- und Gremienarbeit müssen nach Ansicht des Generalsekretärs neue Formen der Parteiarbeit treten, die sich insbesondere an Menschen wenden, die „sich für unsere Sache einsetzen wollen, aber keine Zeit und keine Energie finden, abends noch zum Ortsverein in den ‚Alten Dorfkrug’ zu gehen.“ Hierzu zählen unter anderem Debattenforen im Internet und Anträge digital einzubringen.

Klingbeil fordert die SPD auf, zu einer neuen Kultur der Gemeinsamkeit, Solidarität und Gleichberechtigung zu kommen: „Ich werde diesen Kulturwandel vorantreiben.“ Er verspricht weniger autoritäre Strukturen, weniger Breitbeinigkeit, eine andere Sprache, eine andere Diskussionskultur und mehr Familienfreundlichkeit.

Auf den Generalsekretär kommen schon bald erhebliche organisatorische Aufgaben zu: Die Verhandlungen mit CDU und CSU über eine Regierungsbildung. Nach dem klaren Ja des SPD-Parteitags zu ergebnisoffenen Gesprächen setzen sich am nächsten Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Martin Schulz zusammen. Ein SPD-Sonderparteitag im Januar soll die Ergebnisse der Verhandlungsrunden bewerten.

Unterdessen drücken weitere Niedersachsen der Bundes-SPD künftig den Stempel auf. Bereits im ersten Wahlgang wurde das Kandidaten-Quartett aus Hubertus Heil (Braunschweig), Gabriele Lösekrug-Möller (Hameln), Matthias Miersch (Hannover) und Boris Pistorius (Osnabrück, SPD-Bezirk Weser Ems) in den Bundesvorstand am Freitag gewählt. Niedersachsens Innenminister Pistorius war dabei der ausgesprochene Wunschkandidat von Parteichef Schulz. Der Vorsitzende hatte Pistorius zur Kandidatur ermuntert, um das so wichtige Feld Innere Sicherheit in der Führungsspitze abzudecken.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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