Die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen im einstigen zentralen Stasi-Gefängnis der DDR erinnert an politische Strafverfolgung und Justizwillkür. Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die sowjetische Besatzungsmacht auf dem weiträumigen Areal im Osten Berlins das „Speziallager Nr. 3“ ein. Von Anfang der 50er Jahre bis zur Wende im Herbst 1989 sperrte die DDR-Staatssicherheit dort politische Gefangene ein. Auf DDR-Karten war das Gefängnis ein weißer Fleck. Die Stasi-Haft sollte durch Isolation und Orientierungslosigkeit vor allem seelisch zermürben. DDR-Bürgerrechtler wie Bärbel Bohley, Ulrike Poppe und Jürgen Fuchs saßen dort. Ironie der Geschichte: Nach der Wende war Ex-Stasi-Chef Erich Mielke dort vorübergehend untergebracht.