BERLIN/K - Dramatischer Zwischenfall in Afghanistan: An einer Straßensperre von deutschen und afghanischen Sicherheitskräften sind drei Zivilisten erschossen worden. Nach Angaben der Afghanistan-Schutztruppe Isaf in Kabul und der afghanischen Polizei starben eine Frau und zwei Kinder. Nach Isaf-Angaben wurden zwei weitere Menschen verletzt, die Polizei sprach auch dabei von Kindern. Ferner erklärte sie, das Feuer sei von den Bundeswehrsoldaten eröffnet worden.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin, Thomas Raabe, teilte mit, die afghanische Polizei untersuche mit Unterstützung der Isaf den Vorfall vom Donnerstagabend. Vermutlich seien Schüsse von den deutschen Soldaten abgegeben worden.
Raabe sagte, am Donnerstag um 21.52 Uhr Ortszeit (19.22 MEZ) hätten sich zwei zivile Fahrzeuge einem Kontrollpunkt deutscher Isaf-Soldaten südöstlich von Kundus im Norden des Landes genähert. Trotz eindeutiger Zeichen der Sicherheitskräfte seien die Fahrer beider Wagen weitergefahren. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte das Feuer eröffnet.
