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NWZonline.de Nachrichten Politik

Wo es hakt am Wohnungsmarkt

21.09.2018

Berlin Lange Schlangen bei der Wohnungsbesichtigung, umfängliche Bewerbungsmappen und freundliche Worte für den Makler: Gute Wohnungen sind vielerorts knapp und teuer, und wer eine will, muss sich ins Zeug legen. Die Bundesregierung hat das Problem erkannt und eine „Wohnraumoffensive“ ausgerufen. Beim Wohngipfel an diesem Freitag sollen Verbände und Politik gemeinsam beraten, am Vortag laden Gewerkschaften, Sozialverbände und Mieterbund zu einem Alternativ-Treffen. Die wichtigsten Fragen zum Thema:

Warum ist es so schwierig am Wohnungsmarkt?

Das liegt daran, dass es regional eine riesige Nachfrage gibt – übrigens nicht nur in Ballungsräumen. In einem Drittel aller deutschen Kreise und kreisfreien Städte fehlt inzwischen Wohnraum, wie das Gutachterinstitut Prognos im Juni 2017 ermittelt hat. Demnach ist die Situation in 138 von 402 Städten und Kreisen problematisch. Besonders angespannt war der Wohnungsmarkt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Unter dem Strich gibt es übrigens sogar mehr Wohnungen als noch vor einigen Jahren: Während 2010 auf 1000 Einwohner 495 Wohnungen kamen, waren es im vergangenen Jahr 12 Wohnungen mehr. Gleichzeitig werden die Wohnungen größer.

Wie entwickeln sich die Mieten in Deutschland?

Nach oben: 2017 sind die Mieten bei Neuverträgen um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen – damit hat sich der Preisanstieg gegenüber dem Jahr 2016 leicht abgebremst (von 4,9 Prozent). Im Durchschnitt bezahlten Mieter 7,99 Euro pro Quadratmeter. Ausgewertet wurden allerdings nicht die schwer zu ermittelnden tatsächlichen Mietpreise, sondern Angebotsmieten.

Wo ist die Lage
besonders angespannt
?

Die teuersten Wohnungen wurden mit durchschnittlich 16,65 Euro pro Quadratmeter in München inseriert. Auf Platz zwei folgten Frankfurt am Main (13,09 Euro) und Stuttgart (12,62 Euro). Wer eine günstige Wohnung sucht, muss raus aufs Land ziehen: In den Landkreisen Wunsiedel (Bayern), Vogtlandkreis (Sachsen), Holzminden und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) wurden Wohnungen für weniger als 4,50 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Und, ziehen die Leute
aufs Land
?

Sie würden wohl gern. „Wenn die Deutschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Wahl hätten, würden sie mehrheitlich am liebsten in einer kleinen Landgemeinde wohnen“, stellt die Bundesstiftung Baukultur in einer Ende 2016 veröffentlichten Untersuchung fest. Doch dem Lockruf des Landes folgen nur die wenigsten: Vor allem „Künstler, Designer und Kulturschaffende“ entschieden sich bewusst für einen Umzug. Im großen Stil zögen die Leute aber nicht aufs Land. Gewachsen sind vor allem Großstädte und deren Umland.

Grafik zum Thema als PDF.

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