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NWZonline.de Nachrichten Politik

Aus Der Traum Vom Mallorca-Urlaub?: Was die Reisewarnung für deutsche Touristen bedeutet

17.08.2020

Berlin /Madrid Die erneute Reisewarnung der Bundesregierung für ganz Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln hat Auswirkungen für Reisende. Doch was gilt nun für wen?

Szenario 1: Ich bin vor Ort

30 000 deutsche Pauschaltouristen

Dem Deutschen Reiseverband (DRV) zufolge hielten sich Anfang des Wochenendes rund 30 000 deutsche Pauschaltouristen allein auf den Balearen auf. Alle Veranstalter dürften in den kommenden Tagen geplante Reisen dorthin absagen, hieß es. Tui hatte dies am Freitagabend angekündigt.

Pauschalurlauber, die bereits vor Ort sind, werden auf Kosten ihres Reiseveranstalters nach Deutschland zurückgeholt. Das heißt: Im Zweifel steht eine frühere Abreise an. „Pauschalurlauber sollten den vom Veranstalter organisierten Rückflug auch nutzen“, mahnt die Juristin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin. „Denn sonst müssen sie ihre Rückreise später selbst bezahlen.“

Individualreisende, die bereits vor Ort sind, müssen sich selbst und auf eigene Kosten um eine Rückreise kümmern. Sie sind allerdings nicht gezwungen, abzureisen – eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot. Das heißt, sie können auch ihren gebuchten Rückflug nehmen. Sie sollten aber prüfen, ob dieser weiter wie geplant angeboten wird. Es könnte sein, dass Airlines Verbindungen streichen.

Szenario 2: Ich wollte bald los

Pauschalurlauber, die ihre Reise in den kommenden Tagen antreten wollten, haben schlechte Karten: Für deutsche Reiseveranstalter ist die Reisewarnung bindend. Sie sagen ihre Reisen ab, sobald eine Warnung vorliegt. Anzahlungen bekommen die Gäste in diesem Fall zurück. Die betroffenen Urlauber können nun auch ihrerseits kostenlos den Reisevertrag kündigen.

Individualreisende, die ihre Reise bald antreten wollten, sollten sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen. Streicht die Airline nun den Flug, muss sie das Geld erstatten. Falls der Flug aber wie geplant durchgeführt wird, gibt es kein Geld zurück, wenn der Passagier den Flug verfallen lässt. Viele Fluggesellschaften sind derzeit bei Umbuchungen kulant.

Szenario 3: Ich will später los

Pauschalurlauber, die für die Herbstferien bereits gebucht haben, müssen nun geduldig sein. Es ist offen, wie lange die Reisewarnung gelten wird, die Corona-Lage kann sich schnell ändern. Wer jetzt sofort kündigt, dem drohen Stornogebühren. „Am besten schaut man, wie die Situation am Reiseziel vier Wochen vor Reiseantritt aussieht“, erklärt die Reiseexpertin. Dann sei eine Prognose sicherer.

Pauschalurlauber, die jetzt noch trotz Reisewarnung buchen, nehmen ein gewisses Risiko in Kauf. „Wer trotz der Reisewarnung bucht, weil er davon ausgeht, dass es im Herbst nicht mehr schlimm sein wird, der kann später nicht kostenfrei stornieren, da er das Risiko in Kauf genommen hat“, erläutert Fischer-Volk. Hier käme dann wieder eine rechtzeitige, kostenlose Umbuchung infrage.

Übrigens: Die Reiserücktrittsversicherung können Urlauber im Fall einer Reisewarnung nicht nutzen. Denn solche Warnungen sind nach Angaben des Bunds der Versicherten (BdV) nicht versichert.

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