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NWZonline.de Nachrichten Politik

Marschbefehl ins Nirgendwo?

16.03.2018

Berlin George W. Bush liebte die große Pose. Auf einem Flugzeugträger inmitten von Tausenden Soldaten verkündete er das Ende der Kampfeinsätze im Irak. Hinter ihm prangten die Worte „Mission accomplished“ auf einem Banner. Mission erfüllt. Das war im Jahr 2003. „Es ist immer schwieriger, Kriege zu beenden, als sie zu beginnen“, sagte Bushs Nachfolger Barack Obama 2014 – und verkündete seinen Abzugsplan für Afghanistan. Ein schwerer Fehler, sagen Militärstrategen. In Afghanistan herrscht weiter Terror und Gewalt. Auch die Bundeswehr sollte eigentlich längst nicht mehr am Hindukusch sein – nun soll die deutsche Truppe dort wieder aufgestockt werden.

Rund 4000 deutsche Soldaten beteiligen sich an mehr als einem Dutzend Einsätzen weltweit. Der Bundestag verlängert Jahr für Jahr die Mandate für die Missionen. Nun debattieren die Abgeordneten wieder über die wichtigsten Missionen. Oppositionspolitiker kritisieren eine mangelnde Strategie. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) forderte indes erneut einen langen Atem. Denn ein Abzug ist nicht in Sicht. Im Gegenteil:

AFGHANISTAN

Der verlustreichste Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr läuft seit 16 Jahren. Kein anderer Einsatz prägte die Bundeswehr so sehr wie diese Mission. Nun soll die Truppe für die Ausbildungsmission aufgestockt werden, von 980 auf 1300 Soldaten. Die afghanischen Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, selbst für Sicherheit zu sorgen. Bei einem Abzug fürchtet man ein Machtvakuum, in das die Taliban oder der IS stoßen.

IRAK

Der IS ist in der Fläche besiegt. Verschwunden ist er aber längst nicht. Im Irak konzentriert sich die Bundeswehr seit 2014 auf die Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer in Erbil im irakischen Norden. Künftig will man auch die Armee der irakischen Zentralregierung stärker unterstützen. Die Truppenstärke ist noch unklar.

MALI

Der UN-Einsatz in Westafrika gilt als gefährlichster der Bundeswehr. Mehr als 100 Blauhelmsoldaten wurden bereits getötet, deutsche Soldaten wurden beschossen. Statt bisher höchstens 1000 sollen sich nun bis zu 1100 Soldaten an dem Einsatz beteiligen.

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