BERLIN - BERLIN/AFP - Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat Einsätze der Bundeswehr bei der Fußball-Weltmeisterschaft, wie sie von Parteifreunden ins Gespräch gebracht worden waren, abgelehnt. „Wir sollten jetzt nicht eine Diskussion führen, dass die Bundeswehr Polizeiaufgaben wahrzunehmen hat – das ist nicht ihr Auftrag“, sagte Jung. Wenn bei der Fußball-WM Mitte 2006 eine Katastrophenlage eintrete, werde die Bundeswehr „selbstverständlich“ helfen, so wie sie auch jüngst nach den starken Schneefällen in Nordrhein-Westfalen mit Transport, Unterkünften und Stromaggregaten Unterstützung geleistet habe, erläuterte der Minister.

Doch könne die Bundeswehr stets nur dafür eingesetzt werden, wofür ihre Soldaten ausgebildet seien und wo ein Auftrag gemäß der Verfassung bestehe. Dies beziehe sich auf den Auftrag zur Landesverteidigung, zur Hilfe bei Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen und zu Auslandseinsätzen, die durch Parlamentsbeschluss gewährleistet seien. „In diesem Rahmen sollten wir unsere Aufträge erfüllen“, betonte Jung.