Berlin/Oldenburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zusätzliche 500 Millionen Euro für Kommunen in Aussicht gestellt, um die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase zu reduzieren. Das Geld stehe bereits im laufenden Haushalt zur Verfügung, sagte sie am Montag in Berlin nach einem Treffen mit Vertretern von Städten und Bundesländern. Beim Dieselgipfel mit Autobranche Anfang August wurde bereits ein Fonds „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ angekündigt. Dieser soll nun auf eine Milliarde aufgestockt werden.
Es werde zudem „sofort“ eine Koordinierungsstelle eingerichtet, um über förderfähige Projekte in den Städten beraten zu können, hieß es in Berlin. In einem Schreiben an Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) schlägt die Oldenburger Stadtverwaltung die Förderung der Wasserstofftechnologie und Abwrackprämien für Altfahrzeuge beim Kauf eines E-Fahrzeugs oder E-Bikes vor.
Weil die Belastung der Luft mit gesundheitsschädlichem Stickoxid in vielen deutschen Städten zu hoch ist, könnten Gerichte die Politik schon bald zu Fahrverboten zwingen.
Unterdessen fordert der Hannoveraner Lungenspezialist Prof. Dr. Tobias Welte im NWZ-Interview, endlich eine wissenschaftlich belastbare Studie über die Gefährdung durch Stickoxide in Auftrag zu geben.
