• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Fehlende Sorgfaltspflicht ärgert Opposition

02.03.2019

Berlin /Oldenburg Das Verteidigungsministerium will strukturelle Konsequenzen aus dem Desaster um die Reparatur des ehemaligen Schulschiffs Gorch Fock ziehen. Das hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag vor Journalisten in Oldenburg gesagt. Eine „Task Force“ arbeite die Zusammenhänge auf, die zum Sanierungsauftrag geführt hätten. „Das hat sicher Folgen“, sagte die Ministerin, die als Ehrengast am traditionellen Fest der Reservistinnen und Reservisten in der Weser-Ems-Halle teilnahm. Ziel sei, dass die Gorch Fock bis Ende Juni schwimmfähig wird und die Werft in Bremerhaven verlässt. Wie es danach weitergehe, werde in den nächsten Wochen parallel geprüft. „Ich weiß nicht, was wird. Das reicht von der Möglichkeit, das Schiff wieder hochseetauglich zu machen bis zur Nutzung als Museumsschiff.“

Bereits zuvor hatte das Verteidigungsministerium im Fall Gorch Fock schwere Fehler eingeräumt. „Wir hätten den Gesamtbedarf sorgfältiger prüfen müssen“, gestand ein Sprecher von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) und bestätigte damit im Kern einen Mängelbericht des Bundesrechnungshofs zu dem Segelschulschiff der Marine.

Statt der geplanten knapp zehn Millionen Euro kostet die Generalüberholung des Dreimasters bisher mindestens 135 Millionen Euro. Die zuständige Werft rutschte in die Insolvenz. „Wenn die Kosten um den Faktor 14 steigen, kann man nicht mit einem Lächeln zur Tagesordnung übergehen“, twitterte der FDP-Bundestagsabgeordnete Karsten Klein. „Wir brauchen weitere Aufklärung. Das Ministerium handelt in der Causa Gorch Fock wenig transparent“, sagte der Grünen-Politiker Tobias Lindner. Das teilweise Schuldeingeständnis bringt da erst mal keine Entlastung.

Es bleiben viele Fragen zum Sanierungsfall Gorch Fock. Der Segler war zwar erst 2010 zur Überholung auf der Werft. Aber die letzte schiffbauliche Untersuchung, wie Seeleute eine grundsätzliche Inspektion nennen, fand 1979 statt – vor 40 Jahren. „Der Zustand des Schiffes wurde über Jahre nicht geprüft“, gestand ein Ministeriumssprecher.

Peter Riesbeck Korrespondentenbüro Berlin
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2018
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2101
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.