BERLIN/OSTERNBURG/BLOHERFELDE - Fragen zur Diskussion um Überhangmandate, die Arbeit im Ausschuss, Lärmschutz in Oldenburg und bildungspolitische Zielvorstellungen standen im Mittelpunkt einer lebhaften Diskussion zwischen Mitgliedern des Sportvereins Tura 76 mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Gesine Multhaupt in Berlin. Die Politikerin aus Oldenburg hatte sie in die Hauptstadt eingeladen. Tura 76 gehört seit 128 Jahren zur Oldenburger Vereinslandschaft. „Vereinsleben bereichert, schafft Kontakte und macht Spaß“, waren sich die Tura-Vertreter im Gespräch mit Gesine Multhaupt einig.

Eingeladen hatte die Bundestagsabgeordnete auch die beiden Stadtangestellen Elke Dannemann (Stadtplanerin) und Cordula Breitenfeldt (Gemeinwesenarbeit). Die beiden Frauen hätten maßgeblich zu der konkreten Umsetzung des Stadtentwicklungsprogramms „Soziale Stadt“ im Kennedyviertel beigetragen, so Multhaupt.

Initiiert wurde das Bund-Länder-Programm 1999 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung mit dem Ziel, der sozialen Spaltung in den Städten entgegenzutreten. Rund 2,3 Milliarden Euro haben Bund, Länder und Kommunen investiert. Die finanziellen Mittel für das Kennedyviertel betrugen 5,3 Millionen Euro.

Begrüßen konnten die geladenen Gäste einen weiteren Oldenburger: Professor Dr. Walter Siebel, Arbeitsgruppe Stadtforschung der Carl-von-Ossietzky-Universität, referierte über die Perspektiven für die Soziale Stadt.