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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kappert-Gonther will an Grünen-Spitze

16.09.2019

Berlin Deutschlandweit kaum bekannt, im Bundestag erst seit zwei Jahren – dennoch hält Grünen-Politikerin Kirsten Kappert-Gonther sich für geeignet, mit Cem Özdemir ihre Fraktion anzuführen. „Frauen werden häufig unterschätzt“, sagte die 52-Jährige, die mit ihrer Kandidatur gegen die Fraktionschefs Ka­trin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter viele überrascht hat. „Ich habe eine sehr lange Geschichte in dieser Partei, war stellvertretende Fraktionsvorsitzende in Bremen, habe Erfahrung in ärztlichen Leitungspositionen.“ Sie glaube, bei einem Mann mit dieser Biografie „wäre man nicht so verwundert gewesen“.

Die 67-köpfige Bundestagsfraktion der Grünen wählt am 24. September ihren Vorstand neu. Hofreiter und Göring-Eckardt, die seit Herbst 2013 die Doppelspitze bilden, wollen am Ruder bleiben. Ex-Parteichef Cem Özdemir und Kappert-Gonther treten gegen die beiden an. Ihre Chancen werden unter den Abgeordneten unterschiedlich eingeschätzt.

Um die Erwartungen an die Grünen zu erfüllen, brauche es „die Stärke der gesamten Fraktion“, sagte Gesundheitsexpertin Kappert-Gonther, die bisher drogenpolitische Sprecherin der Bundestags-Grünen ist. „Ich glaube, dass diese Stärke sich noch mehr entfalten kann als bisher.“ Auch im „Tagesspiegel“ erklärte sie, wie sie es besser machen wolle: „Es ist notwendig, die Große Koalition mit mehr Schwung zu konfrontieren.“ Die Grünen müssten zudem eine „andere Ansprache“ finden, eine Sprache, „die den Menschen vermittelt, dass es direkt um sie geht“.

Schon bei der Vorstandswahl vor zwei Jahren hatten Hofreiter und Göring-Eckardt nicht sehr gut abgeschnitten, ohne Gegenkandidaten bekamen sie beide nur rund zwei Drittel der Stimmen. Sie wollen aber ausdrücklich gemeinsam weitermachen, Özdemir und Kappert-Gonther haben sich sogar mit einem gemeinsamen Schreiben beworben. Gewählt wird laut Geschäftsordnung einzeln, ein Platz im Spitzenduo ist für eine Frau reserviert.

Der Baden-Württemberger Özdemir hat vor allem im linken Flügel der Grünen nicht so viel Rückhalt – er gehört zu den „Realos“. Einige halten ihn für zu wirtschaftsfreundlich und dominant, während seiner Zeit als Parteichef gab es viel Streit mit der Co-Vorsitzenden Simone Peter.

Kappert-Gonther traut sich zu, auf Augenhöhe mit dem prominenten Schwaben zu arbeiten: „Wenn ich mir nicht zutrauen würde, sehr klar neben ihm und gemeinsam mit ihm diese Aufgaben zu übernehmen, dann hätte ich mich nicht beworben“, sagte sie.

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