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NWZonline.de Nachrichten Politik

Zu wenig Plätze für junge Pflegebedürftige

10.11.2017

Berlin Das Betreuungsangebot für junge Pflegebedürftige – Menschen vom Kindesalter bis zum 60. Lebensjahr – reicht bei weitem nicht aus. Für sie fehlen in Deutschland Tausende Betreuungsplätze. Das geht aus dem Pflegereport 2017 der gesetzlichen Krankenkasse Barmer hervor, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Junge Pflegebedürftige könnten deshalb häufig nicht so wohnen, wie sie es bevorzugen würden. „Für junge Pflegebedürftige geht das Angebot an geeigneten Pflegeplätzen an deren Bedürfnissen vorbei. Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufig auseinander“, erklärte Barmer-Chef Christoph Straub.

Die Situation der jungen Pflegebedürftigen, die Unterstützung im Alltag brauchen, müsse kurzfristig verbessert werden. Hier seien Politik, Pflegekassen und Leistungserbringer gleichermaßen gefragt, forderte Straub. Nach einer Barmer-Umfrage fehlen bei Pflegebedürftigen unter 60 Jahren, beginnend mit dem frühen Kindesalter, etwa 4000 teilstationäre und rund 3400 Kurzzeitpflegeplätze.

Ende 2015 waren den Angaben zufolge etwa 13,5 Prozent der knapp 2,9 Millionen Pflegebedürftigen jünger als 60 Jahre – rund 386 000 Menschen in ganz Deutschland.

Gerade für pflegebedürftige Kinder und junge Erwachsene bleibe der Wunsch nach einem selbstbestimmten Wohnen häufig unerfüllt. Wie die Umfrage von mehr als 1700 Versicherten ergab, würden gerne 35 Prozent der 10- bis 29-Jährigen in eine Wohngruppe ziehen. Jedoch gab etwa jeder zweite Pflegebedürftige in dieser Altersklasse an, dass sich sein Wechsel in eine Wohngruppe, aber auch in ein Pflege- oder Behindertenheim, deswegen zerschlagen habe, weil kein Platz in der Einrichtung vorhanden sei.

Insgesamt haben die jüngeren Betroffenen andere Krankheitsbilder und leiden selten an Demenz oder den Folgen von Schlaganfällen.

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