BERLIN/SCHWERIN - BERLIN/SCHWERIN/DPA - Anhänger der rechten Szene haben in Berlin einen 23-jährigen SPD-Wahlkampfhelfer schwer verletzt. Im Stadtteil Marzahn war er am Freitagabend mit einem Mitstreiter geflüchtet, nachdem sie beim Plakate-Aufhängen angepöbelt worden waren, teilte die Polizei mit. Als er stürzte, traten ihm die Männer mehrfach gegen den Kopf. Die 20 und 21 Jahre alten Tatverdächtigen wurden gefasst. Das Opfer kam in ein Krankenhaus.

In den vergangenen Wochen waren in Berlin immer wieder Wahlkampfhelfer durch die rechte Szene bedroht worden. Am Sonnabend störten etwa zehn NPD-Anhänger den Wahlkampf der CDU im Stadtteil Rudow. Auch beim Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern kam es wiederholt zu Störungen durch NPD-Anhänger an den Wahlständen anderer Parteien.

Politiker verurteilten die Attacken scharf. „Es ist unerträglich, dass diese Parteien unsere Demokratie aushöhlen wollen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) erklärte: „Die Rechten entlarven sich. Sie sind nicht Willens, mit demokratischen Mitteln um Unterstützung zu werben.“ Der Spitzenkandidat der Berliner CDU, Friedbert Pflüger, sagte, es sei unerträglich, dass es zur politischen Gewalt auf der Straße komme. FDP-Spitzenkandidat Martin Lindner verurteilte die „abscheuliche Tat“.

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