BERLIN - Das islamistische Terrornetzwerk El Kaida hat nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Nordafrika einen neuen Stützpunkt aufgebaut, von dem auch eine erhöhte Gefahr für Deutschland ausgeht. BND-Präsident Ernst Uhrlau sagte, in den Maghreb-Staaten habe sich „eine Handvoll Gruppen festgesetzt“, die „das Terrornetzwerk Osama Bin Ladens verstärken“.

Der BND verfolge diese Aktivitäten mit großer Sorge. Die Sicherheitsbehörden schätzen nach Angaben Uhrlaus die Zahl der gewaltbereiten islamistischen Extremisten in Deutschland auf „einige hundert“. Bis zu 700 Personen würden beobachtet.

Mehr als ein Dutzend Personen, unter ihnen auch zum Islam konvertierte Deutsche, seien in den letzten Jahren nach Afghanistan oder Pakistan gereist, um Kontakt zu Gleichgesinnten zu suchen, sagte Uhrlau.