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Terror: Islamist macht Jagd auf Motorradfahrer

20.08.2020

Berlin Der mutmaßliche Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn am Dienstagabend war nach Einschätzung der Behörden islamistisch motiviert. „Nach jetzigem Stand der Erkenntnisse gehen wir von einem islamistischen Anschlag aus“, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch. Es gibt aber auch „Hinweise auf eine psychische Labilität“, wie die Berliner Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei gemeinsam mitteilten.

Der Täter hatte mit seinem Auto mehrfach Fahrzeuge gerammt und sechs Menschen verletzt, drei davon schwer. Der mutmaßliche Angreifer, ein 30-jähriger Iraker, habe „quasi Jagd“ auf Motorradfahrer gemacht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Getroffen hat er zwei Motorradfahrer und einen Rollerfahrer.

Schwerste Verletzungen

Die Motorradfahrer und ein Auto seien gerammt worden, ein weiterer Wagen gestreift worden. Die Kollisionen seien als gezielte Anschläge zu werten. „Aufgrund der Umstände gehen wir nicht von einem zufälligen Unfallgeschehen aus“, hieß es weiter. Ein Motorradfahrer habe schwerste Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule erlitten.

Der Verdächtige wurde festgenommen. Er ist laut Staatsanwaltschaft in Deutschland geduldet, darf also bis auf Weiteres nicht abgeschoben werden. Nach Angaben aus Berliner Senatskreisen kam er als Asylbewerber ins Land, sein Asylantrag wurde allerdings abgelehnt. Demnach war zunächst noch unklar, wann er nach Deutschland kam. Nach Fotos von seinem Facebook-Profil war er mindestens 2016 schon in Berlin.

Suche nach Mittätern

Er hatte die Crashs am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr an drei Stellen auf der Stadtautobahn am südwestlichen Rand der Innenstadt verursacht. Ob weitere Personen in den Anschlag verwickelt gewesen seien, werde untersucht, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. „Wir werden jeden Stein umdrehen.“ Gegen den Iraker werde wegen versuchten Mordes in mehreren Fällen ermittelt.

Laut Polizei hatte der Verdächtige eine vermeintliche Munitionskiste dabei. Als er gestoppt wurde, habe er angekündigt, in der Kiste befände sich ein „gefährlicher Gegenstand“. Das bewahrheitete sich nicht.

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