BERLIN - Die Verwaltung des Bundestages muss offenlegen, welche Bundestagsabgeordneten sich auf Staatskosten besonders teure Füller und Kugelschreiber bestellt haben. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied, dass ein Journalist Auskunft über die noblen Schreibgeräte erhalten soll. Allerdings dürfen die Daten möglicherweise nur dann herausgegeben werden, wenn die Abgeordneten einverstanden sind.

Jedes Mitglied des Bundestags kann pro Jahr bis zu 12 000 Euro für Büro- und Geschäftskosten abrechnen. Ein Journalist hatte vor einem Jahr von der Parlamentsverwaltung erfahren, dass sich 115 Abgeordnete Luxus-Schreibgeräte im Gesamtwert von 68 888 Euro geordert hatten. Er wollte nun auch wissen, wer die Besteller waren.