Berlin - Kanzlerin Angela Merkel hat dem Bundesnachrichtendienst (BND) einen erfolgreichen Wandel nach dem Ende des Ost-West-Konflikts bescheinigt. Angesichts der Krisen in der Welt sei sie überzeugt, „dass Deutschland einen starken und leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst dringender denn je braucht“, sagte Merkel am Freitag zur Eröffnung der neuen Zentrale in der Mitte Berlins. Der BND tue etwas dafür, dass Millionen Deutsche sicher leben könnten. Als besondere Herausforderungen nannte Merkel die Erkennung von Fake-News (Falschnachrichten) und die Bedrohung durch Cyberattacken. Im Kampf gegen Falschnachrichten komme dem Nachrichtendienst eine wichtige Aufklärungsaufgabe zu.

Der Umzug aus Pullach bei München und anderen Standorten in die neue Zentrale war im Januar mit dem Einzug des „Zentrums für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung“ abgeschlossen worden – knapp elf Jahre nach der Grundsteinlegung. Die Baukosten lagen bei etwa 1,1 Milliarden Euro. Hinzu kamen 206 Millionen Euro für Einrichtungskosten wie Möbel und Technik. Ursprünglich geplant waren Baukosten in Höhe von 720 Millionen Euro. Rund 4000 der 6500 Geheimdienstler des BND arbeiten nun in dem Neubau.