BERLIN/VAREL/HUSUM - und unseren Agenturen

BERLIN/VAREL/HUSUM - Als „vernünftige Entscheidung, die im Sinne der Ökologie wirkt“, hat die in Varel und Husum ansässige Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) eine am Wochenende getroffene Vereinbarung zur Begrenzung des Schadstoffausstoßes von Schiffsmotoren auf See gelobt. Danach wird der Umweltausschuss der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) die Nordsee als Schwefel-Emissions-Überwachungsgebiet ausweisen.

„Das ist ein Schritt, der wirklich hilft“, sagte gestern SDN-Sprecher Hans von Wecheln. Nach der Vereinbarung dürfen künftig nur noch Brennstoffe mit einem deutlich geringeren Schwefelgehalt als zurzeit international erlaubt verwendet werden. Für die Ostsee ist dies bereits Realität.

Der Vorstoß bei der IMO geht auf eine Initiative von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) zurück. Sein Vorschlag zur Begrenzung des Schadstoffausstoßes sei mit großer Mehrheit angenommen worden, sagte Stolpe gestern in Berlin. Nach seinen Angaben hat die IMO auch einen Antrag aller Anliegerstaaten angenommen, der die Ostsee als besonders empfindliches Gebiet ausweist. Auch dort sollen künftig nur noch Doppelhüllen-Tanker fahren dürfen.