BERLIN/VECHTA/CLOPPENBURG - Selbstbewusstsein der Bewohner, viel bürgerschaftliches Engagement, eine ausgeprägt interne Wertschöpfungskette sowie ein intaktes soziales und familiäres Umfeld – das sind die Erfolgsfaktoren, die nach Ansicht des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung das Oldenburger Münsterland bundesweit zur ländlichen Modellregion machen. Institutschef Reiner Klingholz stellte am Dienstag dazu eine neue Studie vor.
„Der ländliche Raum leidet besonders unter dem demografischen Wandel“, sagte Klingholz. Dass das Oldenburger Münsterland dennoch seit Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnet, habe es für die Forscher interessant gemacht. „Doch anstatt einer rückständigen Region fanden wir das Silicon-Valley der Agrartechnologie.“ Seit 1995 sei die Bevölkerungszahl um zwölf Prozent gewachsen, die Erwerbstätigenzahl um 26 Prozent und das Wirtschaftswachstum um 58 Prozent.
Klingholz führt den Erfolg des Oldenburger Münsterlandes auf gewachsene soziale Netzwerke und traditionelle Werte wie Fleiß und Solidarität zurück. „Das Beispiel Oldenburger Münsterland zeigt, ländliche Räume sind auf das Engagement ihrer Bewohner angewiesen.“
Region, S.11
