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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bahn will Pannen zügig abstellen

14.12.2017

Berlin Die Deutsche Bahn will bis zum Ende dieser Woche auf ihrer neuen Paradestrecke Berlin-München wieder halbwegs zuverlässig in die Spur kommen. Bis zum Wochenende werde sich die Situation im Linienverkehr weiter stabilisieren, sagte die Bahn-Fernverkehrschefin Birgit Bohle. Schon am Montag und Dienstag seien nur noch wenige Züge ausgefallen oder umgeleitet worden. Technische Probleme mit dem Zugsicherungssystem ETCS hatten seit Beginn des Regelverkehrs am Sonntag einige ICE-Züge ausgebremst.

Die Abkürzung ETCS steht für European Train Control System. Es steuert und sichert Zugfahrten ohne Signale vollautomatisch ab und soll auch den grenzüberschreitenden Verkehr einfacher machen.

Nicht nur zwischen München und Berlin, auch auf den anderen Strecken will die Bahn „die Reisenden im Weihnachtsverkehr zuverlässig an ihr Ziel zu bringen“, wie Bohle sagte. Sie sei „zuversichtlich, dass wir das bis dahin weitgehend im Griff haben“. Den Start auf der neuen Strecke nannte Bohle „missglückt“. Sie entschuldigte sich bei den Fahrgästen für Zugausfälle und Verspätungen.

Als Kulanzregel legte die Bahn bis zum Jahresende fest, bei Verspätungen von mehr als einer Stunde auf der Strecke München-Berlin den Kaufpreis komplett zu erstatten. Die Fahrgastrechte sehen in diesem Fall sonst nur 25 Prozent Erstattung vor. Die Bahn will Betroffenen außerdem einen Reisegutschein im Wert von mindestens 50 Euro zukommen lassen.

Die große Fahrplanumstellung, bei der am Sonntag ein Drittel aller Verbindungen verändert wurden, sei insgesamt „nicht gut gelaufen“, sagte Bohle. Das habe auch mit dem starken Schneefall an jenem Tag zu tun gehabt. Dadurch gab es Streckensperrungen und Weichenstörungen. Am Sonntag mussten nach Angaben Bohles 16 ICE mit Schäden aus dem Verkehr gezogen werden, in den meisten Fällen lag es an Eis und Schnee, nur in vier Fällen war ETCS die Ursache.

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