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NWZonline.de Nachrichten Politik

Zieht die Bundeswehr bald aus Syrien ab?

24.12.2018

Berlin Der angekündigte Abzug von US-Truppen aus Syrien und ähnliche Überlegungen zu Afghanistan schüren im Bundestag Bedenken mit Blick auf die Bundeswehreinsätze in den beiden Ländern. „Für die ,Tornados’ macht es keinen Sinn mehr, weiter über Syrien zu fliegen. Denn ihre Aufklärungsfotos sind ja in erster Linie für die Amerikaner bestimmt“, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour. Deutschland ist im Irak und in Syrien mit „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen und einem Tankflugzeug am internationalen Kampf gegen die Terrormiliz IS beteiligt. In Afghanistan könnte die Bundeswehr ohne die Amerikaner und ihre Hilfe beim Schutz, der Aufklärung und der Logistik nicht bleiben, sagte Nouripour. Nach Ansicht des Obmanns der Unionsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), müsste die Bundeswehr nach einem Abzug der Amerikaner deren Aufgaben mit übernehmen und damit ihren Einsatz ausweiten – oder ebenfalls abziehen. Der Verteidigungsausschuss-Vorsitzende Wolfgang Hellmich (SPD) schloss eine Beendigung des Afghanistan-Mandats nicht aus. Dies „ist offen“, sagte er.

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