Berne - Die Gemeinde Berne setzt die Zusammenarbeit mit dem Verein Refugium Wesermarsch fort. Der Ausschuss für Schule und Soziales hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, den Verein mindestens bis zum 14. April 2020 mit der Flüchtlingssozialarbeit in der Gemeinde zu beauftragen. Der Landkreis stellt allen Gemeinden dafür finanzielle Mittel zur Verfügung. Das Budget der Gemeinde Berne beträgt 26 200 Euro pro Jahr.

Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, bedürfe es nach wie vor der Unterstützung, so Fachbereichsleiter Michael Heibült im Ausschuss. „Der Bedarf an Hilfeleistungen und Informationen ist nach wie vor da. Es bleibt vor Ort eine Menge Arbeit zu leisten.“ Er hofft, dass der Landkreis die Unterstützung auch im Jahr 2020 noch gewährt.

Aktuell wohnten im Gemeindegebiet 96 Asylbewerber oder Flüchtlinge mit einem anderen Status, so Heibült. Der Vertrag mit dem Refugium sehe insgesamt eine Leistung von 20 Stunden vor. Diese teilen sich auf acht Sprechstunden dienstags und donnerstags, acht Stunden aufsuchende Arbeit sowie vier Stunden für weitere Arbeiten auf. In Berne wird diese Aufgabe von der Iranerin Mojgan Elyasi übernommen.

Und sie erhielt dafür im Ausschuss fraktionsübergreifend Zuspruch von der Politik. Verena Delius (Grüne) meinte: „Wir können die Arbeit gar nicht leisten. Wenn wir jedes Mal Dolmetscher organisieren müssten, kämen wir mit dem Geld nicht hin.“ Es sei „wichtig, dass es kontinuierlich weitergeht“ (Elke Belsemeyer, CDU) mit der „super Arbeit“ (Karin Logemann, SPD).

Markus Minten
Markus Minten Redaktion Oldenburg (Leitung)