BERNE - Der Leiter der Musikschule „Strings“ in Berne arbeitet an einer Reform der Musikschulfinanzierung in Niedersachsen.
Andreas Stasierowski hat eine Petition an den Landtag gegeben. Er macht das Parlament darin über eine soziale Schieflage im Musikunterricht aufmerksam – eine Ungleichbehandlung zwischen öffentlichen und privaten Schulen.
Er fordert die Politik zu einer grundlegende Änderung der Verteilung von Subventionen auf. „Musikalische Ausbildung darf kein Privileg sein“, so der Schulleiter im Gespräch mit derNWZ
.Hintergrund: Die öffentlichen Einrichtungen, wie die Kreismusikschulen in Niedersachsen, bekommen pro Jahr rund 30 Millionen Euro an Subventionen von Land und Kommunen. Das sind umgerechnet rund 370 Euro pro Schüler. „Dieses Geld kommt längst nicht mehr bei den Kindern und Jugendlichen an“, kritisiert Andreas Stasierowski, „ „sondern fließen in einen großen Verwaltungsapparat.“
Seine Forderung: Ein Ende der gängigen Subventions-Praxis. Seine Idee: Ein Topf, in den alle Subventionen fließen. „Daraus wird jeder Schüler direkt mit einer Pauschale gefördert. Er kann dann frei wählen, zu welcher Musikschule er damit geht.“
